Im Pfarrverband Waldkirchen fand am vergangenen Wochenende eine umfassende Visitation statt: Bischof Stefan Oster war vor Ort, um sich ein Bild vom kirchlichen Leben zu machen und Haupt- und Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen. Bereits am Samstag nutzte Oster den Tag für intensiven Austausch und Gespräche, um die gesamte Bandbreite des pastoralen Lebens im Pfarrverband kennen zu lernen.
So standen Treffen mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Seelsorge und Verwaltung ebenso auf der Agenda wie Gespräche mit den Leitungen der Kindergärten im Pastoralen Raum. Darüber hinaus begegnete der Bischof Vertretern der liturgischen Dienste, Ehrenamtlichen aus den pfarrlichen Gruppierungen sowie weiteren engagierten Gläubigen. Nach einer musikalischen Andacht mit den Kinderchören in der Pfarrkirche St. Josef in Karlsbach kam Oster mit den Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen aus allen Mitgliedspfarreien des Pfarrverbandes zusammen.
Am Sonntag folgte ein gemeinsamer Festgottesdienst in der Waldkirchener Pfarrkirche St. Peter und Paul mit anschließendem Stehempfang. Bischof Stefan Oster verband in seiner Predigt das Tagesevangelium mit seinen Eindrücken der Visitationstage und der Frage nach der Zukunft des Glaubens vor Ort. Das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe sei als bloße Pflicht eine Überforderung, sagte er. Die Kraft zur Nächstenliebe wachse aus der Erfahrung, von Christus am Karfreitag bedingungslos geliebt worden zu sein.
Von den Begegnungen in Karlsbach, Böhmzwiesel und Waldkirchen zeigte sich Oster beeindruckt. Er warnte aber davor, sich im Verwalten zu verlieren: Das „Dringliche“ dränge sich in den Vordergrund, das „Wesentliche“ sei die persönliche Gottesbeziehung. Die Kirche müsse wieder zu „Schatzgräbern“ des Wesentlichen werden. Er ermutigte die Gläubigen, offen über den eigenen Glauben zu sprechen, auch wenn man dabei ins Stammeln gerate. Zum Schluss dankte er allen für ihren Dienst und ihre Treue.
(Bischöfliche Pressestelle)
Der Visitationstag am 24. Oktober begann im Pfarrbüro mit der Einsichtnahme der Matrikelbücher. Es folgten Einzel- und das Teamgespräch mit den Hauptamtlichen. Der Nachmittag war ebenso geprägt von Begegnungen und Austausch: Zunächst trafen sich die Kindergartenleitungen und die Träger aus dem Pastoralen Raum, danach folgten Ehrenamtliche aus dem Pfarrverband. Der Abend wurde mit einer Andacht begonnen: Der Kinder-Eltern-Chor der Pfarrei Karlsbach mit Gerhard Berger und der Kinderchor der Pfarrei Waldkirchen mit Lisa Spindler gestalteten das musikalische Gebet. Bis in den späten Abend tauschten sich die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungsmitglieder mit dem Bischof aus.
Am Tag darauf feierten wir in der Sonntagsmesse den Höhepunkt der Visitation. Dazu haben sich erstmals die drei Erwachsenenchöre aus Waldkirchen, Böhmzwiesel und Karlsbach mit Max Pöschl und Gerhard Berger zusammengetan. Die Predigt von Bischof Stefan kann nachgehört werden.



